„Ein voller Bus!“, freute sich Rolf Herzog, Vorsitzender der SPD-AG60+, über die Resonanz, die seine Einladung zur Kreisrundfahrt gefunden hatte. Dann ging es gen Norden.

Peter Sauerland von Hansetourist informierte die Reisenden kenntnisreich über geschichtliche Hintergründe, Besonderheiten der Städte und Gemeinden, landschaftliche Formen und flocht locker statistische Angaben ein. Fünf der zehn Städte im Kreis seien Hansestädte. „Hansestadt Fröndenberg“, hörte man im Bus, „das wär doch was!“ „Nein, nein. Fröndenberg gehört nicht dazu“, korrigierte Sauerland. Weiterlesen

zu den Bemühungen des Bürgermeisters, die Stelle des Bezirksbeamten Theo Beiske nach dessen Verabschiedung in den Ruhestand wieder zu besetzen, nimmt die Fröndenberger SPD wie folgt Stellung:

Wer die lokale Presse verfolgt, wer mit den Bürgern spricht, wer also mitbekommt, was in unserer Stadt so passiert, bekommt nicht den Eindruck, dass die Kriminalitätsrate hier im Abnehmen begriffen ist, so dass wir den dritten Polizeibeamten nicht mehr brauchen. In deutlicher Erinnerung sind schließlich z.B. noch die Sprengung des Geldautomaten in Ardey, Einbrüche in Wohnungen, die Kulturschmiede, Kindergärten und andere Einrichtungen, aufgebrochene Autos, Räubereien an Geldautomaten und erst vor wenigen Tagen der bewaffnete Raubüberfall am Golfplatzrestaurant. Und wer in der letzten Zeit mit Handwerkern wie Tischlern oder Glasern zu tun hatte, bekommt aus erster Hand mitgeteilt, dass derzeit viele Aufträge mit der Behebung von Einbruchschäden zusammenhängen und sich diese Art von Aufträgen deutlich gesteigert habe. Weiterlesen

Nach kurzer Begrüßung durch den Vorsitzenden Rolf Herzog wurde, als sich am Dienstag die Mitglieder der Fröndenberger SPD-AG 60+ in der Gaststätte „Zum Markgrafen“ trafen, beschlossen, sich von jetzt an regelmäßig zweimonatlich und zwar an jedem zweiten Dienstag um 15:30 Uhr zu treffen. Es beginnt am 9. August wieder im Markgrafen. Eingeladen sind nicht nur Mitglieder, sondern alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Außerdem werden vierteljährlich abendliche Stammtische eingerichtet, zu denen Abgeordnete oder Experten zu verschiedenen Themen eingeladen werden.

Da keine feste Tagesordnung vorgegeben war, diskutierten die Anwesenden „Neues in Fröndenberg“, über die Kreisrundfahrt am 27. Juli, den Verkehrswegeplan und die Fröndenberger Straßenverhältnisse und natürlich die Situation der Sparkasse Fröndenberg. Dann wurde der Brexit zum Thema und ein sehr loser Faden gesponnen vom Finanzplatz London zur Fröndenberger Sparkasse. Nach knapp zweistündiger Diskussion beendete Rolf Herzog das Treffen und verwies auf den 9. August als nächsten Termin.

Die 16-jährige Fröndenbergerin Svenja Müller nimmt im Rahmen des 8. Jugend-Landtags in diesem Jahr auf dem Stuhl des heimischen Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke Platz und erhält so einen Einblick in die Arbeit des Landtags. Svenja Müller wird sich zwischen dem 23. und 25. Juni mit aktuellen politischen Themen beschäftigen. Dabei werden die parlamentarischen Abläufe von Fraktionssitzungen über Ausschusssitzungen, öffentliche Anhörungen von Experten bis hin zur Plenarsitzung nachgestellt. Die Beschlüsse der „Jugend-Landtagsabgeordneten“ werden den Abgeordneten des realen Parlaments anschließend zur Kenntnis gegeben. „Ich freue mich auf eine sehr interessante Zeit im Juni und wünsche mir, viele tolle neue Eindrücke aus dem Landtag mitzunehmen“, so die junge Gymnasiastin, die bei der jüngsten Wahl zur Beisitzerin im Ortsvereinsvorstand der SPD in Fröndenberg-Mitte gewählt wurde. Außerdem nimmt sie sich vor, bei anwesenden Politikern der CDU nachzufragen, warum das Wahlalter bei Landtagswahlen in NRW nicht auf 16 Jahre heruntergesetzt wurde.

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Svenja Müller mit Hartmut Ganzke

Zügig wurden die Vorstandswahlen durchgeführt, als sich am Dienstag die Mitglieder der Fröndenberger SPD-AG60+ in der Gaststätte „Zum Markgrafen“ trafen. Rolf Herzog wurde wieder zum Vorsitzenden gewählt, Willi Demmer und Ludwig Schmidt zu seinen Stellvertretern. Monika und Leo Saggel übernehmen weiterhin die Schriftführung, Udo Schröer bleibt Bildungsobmann. Gertrud Meier, Renate Schröer und Doris Schuppan sind die neuen Beisitzerinnen. Zu Delegierten für die Unterbezirk-Konferenz wurden Rolf Herzog und Willi Demmer bestimmt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig.

Rolf Herzog stellte seine Überlegungen zum Jahresprogramm vor, das der neue Vorstand noch konkretisieren wird. Angedacht sind eine Werksbesichtigung und eine Kreisrundfahrt. Auch eine Fahrt nach Bonn zum Haus der Geschichte ist eingeplant, sowie ein Besuch der DASA (Ausstellung der Arbeitswelt) in Dortmund oder des Trianel Kohlekraftwerks in Lünen. Natürlich wird es auch ein politisches Frühstück und politische Diskussionen geben. Alle Veranstaltungen werden wie immer rechtzeitig den Mitgliedern und Freunden der AG60+ mitgeteilt.

Unter dem Punkt Verschiedenes stellte „Dorfsheriff“ Theo Beiske seine Überlegungen vor, was er nach seiner Pensionierung 2017 für die Fröndenberger und mit ihnen unternehmen will. Natürlich hatte dies viel mit Fahrrädern zu tun. Aber alles sei nur unter einer Bedingung möglich, schmunzelte Theo, die Zahl der Borussen-Fans müsse überschaubar bleiben.

Heftig diskutiert wurden dann die Ergebnisse der Landtagswahlen mit dem kometenhaften Aufstieg der AfD und dem recht schmählichen Abschneiden der Genossen in Sachsen-Anhalt und in Baden- Württemberg, das auch der Wahlerfolg von Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz nicht überdecken kann.

Dr. Martin Streich, Vorsitzender SPD-Stadtverband Fröndenberg
Mail: spd-froendenberg@online.de

Mehr Ehrlichkeit in der Politik – die zweite – oder: ein kleiner Faktencheck

Endlich ist es geschafft: Fröndenberg hat einen beschlossenen Haushalt !
Sich aber jetzt zufrieden zurückzulehnen und zu meinen, alles wäre jetzt gut, dazu gibt es allerdings wenig Anlass: Die zustande gekommene Einigung hat den Haken, dass die Stadt die Einnahmen, die ihr jetzt fehlen, durch umso höhere Kassenkredite ausgleichen muss, also sozusagen umso höher „in den Dispo“ gehen muss. Und diese Schulden sind unser aller Schulden, die wir im Laufe der Zeit irgendwie werden zurückzahlen müssen. Im Ergebnis wird das sicher nicht billiger.
Vorausgegangen war eine Zeit des finanziellen Schwebezustandes, der zwar hoffen lässt, das wir – wenn auch deutlich verspätet – einen genehmigten Haushalt bekommen werden. Aber, wie am Tag nach der Sitzung in einem Zeitungskommentar zu lesen war: „In einem guten halben Jahr steht die nächste Diskussion um Steuererhöhungen ins Haus“ Und die Hoffnung, dass diese Diskussion „von allen Seiten sachlicher geführt“ werden möge, kann man nur unterstreichen, die Skepsis der Kommentatorin muss man leider auch teilen, nicht zuletzt angesichts einiger Diskussionsbeiträge, die in der Sitzung abgegeben wurden.
Die Beurteilung der Streitkultur um die Thematik der Grundsteueranhebung vor allem in den sogenannten sozialen Netzwerken als unterirdisch ist sicher zutreffend, es muss aber auch festgestellt werden, dass von Seiten der SPD niemand aus der Fraktion, den Vorständen der Ortsvereine oder des Stadtverbandes sich daran beteiligt hat! Soweit die SPD hier gemeint war, ist dieser Vorwurf sicher nicht gerechtfertigt.
Nun aber zu dem in der Überschrift versprochenen Faktencheck: Weiterlesen

Zur Anhebung der Grundsteuer B sind die Argumente ausgetauscht. Es sprechen mehr Argumente für den Vorschlag des Kämmerers, als dagegen. Nun gilt es endlich einen entsprechenden Beschluss zu fassen.

Den Gegnern sei gesagt: ein kurzfristiger vermeintlicher Erfolg für eine Partei darf nicht das A und O sein. Jedes Ratsmitglied sollte nach dem Motto handeln: „Was gut ist für die Stadt, ist auch gut für meine Partei!“

Im übrigen gilt es, einen guten Rat zu beherzigen: „Gib mir den Mut, das zu ändern, was zu ändern, ist, gib mir die Kraft zu ertragen, was zu ertragen ist und gib mir die Weisheit beides voneinander zu unterscheiden.“ Diese Weisheit wünsche ich jedem Ratsmitglied. Denn jeder hat für sich allein zu entscheiden, ohne auf die Meinungsführer zu hören.

Dr. Martin Streich

Von verschiedener Seite wurde ich auf den letzten Abschnitt meiner Begrüßungsansprache auf dem Jahresempfang der SPD angesprochen, in dem ich noch kurz auf das Projekt einer künstlerischen Gestaltung der Fassade des Rathauses II durch den bekannten Künstler Patrick Lemke Bezug ge­nommen habe. Das war ja das Titelthema in der letzten Ausgabe des Fröndenberger „Ausblicks“, nachdem die im Arbeitskreis Tourismus nach einer vielbeachteten Ausstellung des Malers beim Kunstverein Fröndenberg geborene Idee zu konkreten Entwürfen geführt hatte, die dann im Kulturausschuss durch den Künstler selbst vorgestellt worden waren.

In der Vorbemerkung zu dem betreffenden Abschnitt habe ich angemerkt, dass mein Statement mei­ne ganz persönliche Sicht wiedergibt, ich weiß aber, dass ich damit keineswegs allein dastehe.

Worum geht es dabei aber eigentlich? Weiterlesen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste,

zu unserem diesjährigen Jahresempfang möchte ich Sie ganz herzlich begrüßen und ich freue mich, dass Sie unserer Einladung so zahlreich gefolgt sind.

Das übliche Begrüßungsritual verlangt jetzt eigentlich, dass ich alle wichtigen Gäste – nach ihrer Wichtigkeit sortiert – aufzähle und dabei niemand vergesse oder übersehe.

Ich weiß, das das selten zur Zufriedenheit aller gelingt

Deshalb fange ich jetzt auch erst einmal mit jemandem an, der nicht da ist.

Unser Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe muss sich zu Beginn unserer Veranstaltung nämlich noch entschuldigen lassen.

Als wir nämlich vor vielen Monaten diese tolle Räumlichkeit – oder wie man jetzt sagt – diese Location – für unseren Jahresempfang gebucht haben, war uns noch nicht bekannt, dass am selben Vormittag, also heute, die Freiwillige Feuerwehr in Fröndenberg ihren Florianstag begehen würde, an dem wie immer ihre verdienten Mitglieder – natürlich durch den Bürgermeister- geehrt werden.

Deshalb kann der Bürgermeister noch nicht bei uns sein, wird aber zu uns stoßen, sobald er dort abkömmlich ist.

Neben mir auf der Bühne hat sich die Gruppe um Thomas Zimmermann schon selbst musikalisch vorgestellt, wie zu hören war, mit französischen Chansons, die wir sicher auch in Frankreich nicht besser präsentiert bekommen könnten.

Besonders begrüßen darf ich heute natürlich Roland Schäfer, den Präsidenten des Deutschen Städte-und Gemeindebundes, der uns sicher gleich ein Licht aufstecken wird, wieso unsere kommunalen Kassen immer so leer sind, obwohl in den Medien dauernd von Rekord-Steueraufkommen und florierender Wirtschaft berichtet wird. Weiterlesen

In den letzten Wochen stehen die politischen Verlautbarungen aus allen politischen Lagern unter der hauptsächlichen Thematik der Haushaltsberatungen in Stadt und Kreis. Einigkeit besteht immerhin in der gemeinsamen Überzeugung, dass das Geld für das, was wir in unserer Stadt brauchen, vorne und hinten nicht reicht. Eine Situation, in der ja bekanntlich unsere Stadt nicht alleine dasteht, seit Jahren reicht in fast allen Kommunen in NRW und anderswo das Geld nicht, um unser städtisches Umfeld so auszustatten, wie wir alle es als attraktiv und liebenswert empfinden würden.

Im Gegenteil, in manchen Bereichen, beispielsweise dem Zustand unserer Wege und Straßen wären härtere Beschreibungen durchaus zutreffend.

Da hat nun unser Kämmerer in seiner Not einen Haushaltsentwurf eingebracht, der eine Anhebung der Grundsteuer B von einem Hebesatz von 450 auf 775 Prozentpunkte vorsieht. Die Gründe dafür hat er in einer öffentlichen Bürgerversammlung dargelegt und sich dabei den kritischen Fragen der Anwesenden gestellt. Weiterlesen