Das SPD-Ratsmitglied Arber Aliu konnte in den vergangenen Wochen viele hochrangige kosovarische Vertretende treffen und über verschiedene Projekt- und Kooperationsmöglichkeiten sprechen. Und bei fast allen Gesprächen ist Fröndenberg Thema gewesen.

Der 23-Jährige Verwaltungsfachangestellte und Stadtinspektoranwärter nutze seinen Erholungsurlaub, um die politischen Beziehungen in die kosovarische Politik zu vertiefen. Der Sohn gebürtiger Kosovaren ist Mitglied in der dortigen sozialdemokratischen Regierungspartei Vetëvendosje! (zu deutsch: Selbstbestimmung), die bei der letzten Parlamentswahl mit einem Ergebnis von knapp 51% unangefochten stärkste Kraft im Lande geworden ist und neue Hoffnung in die Region säht. Aliu engagiert sich seit einigen Jahren aktiv beim SPD-Partner.

Rechts ist das Fröndenberger Ratsmitglied Arber Aliu zu sehen. Links steht der stellvertretende kosovarische Außenminister. Aliu übergibt diesem das Buch "Westick - Geschichte und Geschichten eines Ortsteils" von Willi Schnieder.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Tourismus, Stadtmarketing und Städtepartnerschaften ist bei vielen Veranstaltungsformaten zu Gast gewesen und hatte die Möglichkeit, über potenzielle Kooperationsmöglichkeiten zu sprechen. So konnte Aliu unter anderem den Ministerpräsidenten Albin Kurti oder die in Hamburg studierte und in NRW lebende Außenministerin und stellv. Ministerpräsidentin Donika Gervalla-Schwarz sprechen, aber auch ein persönliches Gespräch mit dem Norddeutschen Jörn Rohde ist zustande gekommen, der als Botschafter der Bundesrepublik Deutschland vor Ort tätig ist.

 

Bei einem freundschaftlichen Treffen mit dem stellvertretenden Außenminister Kreshnik Ahmeti konnte Aliu das von dem Fröndenberger und Ur-Westicker Willi Schnieder geschriebene 148-seitige Buch über Westick im dortigen Außenministerium überreichen, welches Ahmeti mit voller Freude angenommen hat. Er versprach, es zu lesen und betonte, die Ruhrstadt bei Gelegenheit gerne besuchen zu wollen. Er wäre nach dem Verkehrsminister der zweite kosovarische Politiker, der Fröndenberg besuchen würde.

Aliu konnte zudem Gespräche mit Kulturschaffenden vor Ort führen. So wurde er unter anderem von einem studierten Ballett- und Tanzlehrer um die Schaffung von Austauschplattformen zu Ballettschulen in NRW gebeten.

 

Bild (v. l. n. r.): Fatih Asıl, Julian-Andre Koch, Taner Cegit, Elisabeth Schnieder, Rolf Herzog, Wilhelm-Josef Schnieder, Willi Demmer, Michael Nophut, Brigitte Herzog, Susanne Klesse-Arndt, Gerd Schürmann / Bildnachweis (unbearbeitet): Torben Böcker

Auf ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung am 6. August 2021 wählten die Genossinnen und Genossen des SPD-Ortsvereins Fröndenberg-Mitte ihren neuen Vorstand. Nach der Begrüßung durch den bisherigen Geschäftsführer Julian-Andre Koch erfolgten in der Kulturschmiede aber zunächst eine Totenehrung sowie der obligatorische Kassenbericht.

Danach wählten die Anwesenden Julian Koch einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Ortsvereins. Der zweiunddreißigjährige studierte Politik- und Sozialwissenschaftler freut sich über seine neue Aufgabe: „Ich danke euch für das Vertrauen und freue mich sehr auf die anstehende Vorstandsarbeit im Ortsverein. Zusammen werden wir uns weiterhin für die Bürgerinnen und Bürger in Fröndenberg und eine starke SPD einsetzen.“

Das Ratsmitglied Susanne Klesse-Arndt wurde zu Kochs Stellvertreterin gewählt. Das freigewordene Amt des Geschäftsführers vertrauten die Genossinnen und Genossen ihrem bisherigen Schriftführer Rolf Herzog an. Gerd Schürmann, auch Geschäftsführer des Fröndenberger SPD-Stadtverbandes und der Fraktion, wurde dabei als stellvertretender Geschäftsführer des Ortsvereins bestätigt. Der neunzehnjährige Fatih Asıl übernahm das Amt des Schriftführers, das er auch in der Fraktion ausübt. Wilhelm-Josef Schnieder wurde als stellvertretender Schriftführer und der stellvertretende Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzende Taner Cegit (28) als Mitgliederbeauftragter gewählt. Der neue Seniorenbeauftragte ist Heinz-Dieter Mendyk. Den Vorstand komplettieren als Beisitzerinnen und Beisitzer: Arber Aliu (23), Willi Demmer, Brigitte Herzog, Monika Kostorz, Hannah Lessow (19), Michael Nophut, Shadrach Peeris (24), Pascal Reinkensmeier (24), Elisabeth Schnieder, Dr. Martin Streich und Ingo Ziegenbein. Schließlich schlug der Ortsverein den ehemaligen Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Martin Streich als Beisitzer für den Stadtverbandsvorstand vor und wählte die Delegierten für den Stadtverbandsparteitag. Alle Ergebnisse wurden einstimmig erzielt.

Ehrenvorsitzender Willi Demmer, der jüngst für seine sechzigjährige Mitgliedschaft in der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands geehrt worden war, beglückwünschte den neugewählten Vorstand und rief alle Mitglieder dazu auf, diesen in den kommenden zwei Jahren wie gewohnt zu unterstützen.

Auf der Mitgliederversammlung am 27.07.2021 haben die Fröndenberger SPD-Senioren bei ihrer ersten Präsenzveranstaltung dieses Jahres einen neuen Vorstand gewählt.

Nach der Begrüßung und der Totenehrung wurden die, durch Corona bedingt überfälligen, Neuwahlen durchgeführt. Die Mitglieder des bisherigen Vorstands Rolf Herzog (1. Vorsitzender), Willi Demmer (2. Vorsitzender) und Ludwig Schmidt (Stellvertreter) wurden einstimmig wiedergewählt. Für den Posten der Schriftführerin wurde Gudrun Herrmann vorgeschlagen und einstimmig von der Versammlung gewählt. Als weiteres wurden Doris Schuppan, Dr. Martin Streich und Klaus Dieter Hageneuer als Beisitzer gewählt.

Gleichzeitig wurden die Beisitzer für die SPD AG 60+ im Unterbezirk Unna, sowie die Delegierten für die Unterbezirkskonferenz der AG 60+ im Unterbezirk Unna gewählt. Als Beisitzer: Willi Demmer, Klaus Dieter Hageneuer und Rolf Herzog. Als Delegierte: Dieter Mendyk, Ludwig Schmidt und Willi Schnieder.

Nach den Wahlen diskutierte man, teilweise kontrovers, über das, was in Fröndenberg vor bzw. während der kontaktarmen Zeit passiert war.

Klaus Böning, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Fröndenberg, stellte in einer interessanten Präsentation die Arbeit und die anstehenden bzw. laufenden Projekte der SPD im Rat vor, die er entsprechend kommentierte. Fragen die gestellt wurden, wurden klar und kompetent beantwortet.

Zum Schluss verabredete man eine gemeinsame Unternehmung, wenn die Situation es wieder erlaubt.

Das nächste Treffen ist für Oktober nach der Bundestagswahl geplant.

Die ehrenamtlichen Akteure sind wichtige Pfeiler der Fröndenberger Zivilgesellschaft. Sie stärken mit ihrer Arbeit den sozialen Zusammenhalt und ermöglichen kulturelle Teilhabe. „Eine Vielzahl von Vereinen, Organisationen und Strukturen arbeiten ehrenamtlich und über das normale Maß hinaus für die Mitbürger*innen um die Stadt weiterhin lebens- und liebenswert zu erhalten. Mehr als 140 Fröndenberger Vereine gestalten hier bereits mit.“ So Taner Cegit, Vorsitzender des Ausschusses für Generationen und Sport.

Die SPD-Fraktion beantragt die örtlichen Vereine, Initiativen, Institutionen und Organisationen im Rahmen der Nachwuchsgewinnung, vergleichbar nach dem Pilotprojekt FEEL FR.E.E. – Freiwillig, Ehrenamtlich, engagiert – aus dem Landkreis Würzburg, zu unterstützen und vor Ort zu realisieren. In Kooperation mit den Schulen engagieren sich die Jugendlichen jede Woche ein bis zwei Stunden in einem Verein oder einer gemeinnützigen Organisation. Ob Sportverein, Kindergarten, Feuerwehr oder Seniorenheim – gemeinsam mit den Beratern finden die Jugendlichen den Einsatzort, der am besten zu ihnen passt.
„In einigen Bereichen des Ehrenamtes mangelt es an Nachwuchs. Hinzu kommt die Pandemie, welche ihren Beitrag zur Schwächung der Mitgliedergewinnung mit sich bringt. Die ersten Vereine leiden bereits unter zu wenigen jungen ehrenamtlichen Kräften. Das Ausmaß ist nicht messbar, aber für die Vereine fühlbar.“ So Lisa Kobusch, Mitglied im Rat der Stadt Fröndenberg und eine der Initiatoren des Antrags.

Um auch in Zukunft mitgestalten zu können, braucht das Ehrenamt Nachwuchs. Dabei geht es nicht nur darum junge Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern und sie heranzuführen, sondern neue Erfahrungen, Erkenntnisse sowie Kompetenzen zu vermitteln.
Vorbild ist das Projekt FEEL FR.E.E. unter dem Motto „Freiwillig, ehrenamtlich und engagiert“ aus dem Landkreis Würzburg. Den jungen Menschen wird durch kompetente Berater und Vereinen die Möglichkeit gegeben, einen Einstieg in das Ehrenamt zu finden.
Die Anerkennung erfolgt nach Ablauf der abgestimmten Projektzeit durch ein Zertifikat der Bürgermeisterin und ein Zeugnis des Vereins. Darüber hinaus können die jungen Projektteil-nehmer*innen weitergehende Aufmerksamkeiten, beispielsweise eine kostenlose Freibadbadkarte für eines unserer Freibäder, erhalten.
Für Fröndenberg wird dieses Projekt das Ehrenamt sichern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.

Am 14. und 15. Juli 2021 wurden weite Bereiche von NRW von der schlimmsten Naturkatastrophe seit vielen Jahrzehnten betroffen. Die Landesregierung hat daraufhin richtigerweise am 22. Juli die unbürokratische Auszahlung von 200 Millionen Euro Soforthilfe an die Opfer beschlossen.

Fröndenberg wurde am 04. Juli von einem Starkregenereignis erfasst, das große materielle Schäden verursacht und die zeitweise Evakuierung von über 700 Einwohnern nötig gemacht hat. Auch in Fröndenberg sind Schäden in Millionenhöhe entstanden und zahlreiche Gebäude sind nicht mehr bewohnbar. „Viele betroffene Fröndenberger sind unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten und bedürfen der Unterstützung“, so Klaus Böning, SPD Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt Fröndenberg.“

Wir haben den SPD MdL Hartmut Gantzke gebeten, sich für eine Ausweitung der Soforthilfe für die Fröndenberger Flutopfer einzusetzen.“ Hartmut Ganzke hat den Innenminister des Landes schriftlich um „Prüfung einer Einbeziehung der Hochwasseropfer im Kreis Unna in die Soforthilfen des Landes“, gebeten. Auch wenn von Seiten der Stadt Fröndenberg viele Hilfsmaßnahmen wie Sperrmüllentsorgung und Ausweichquartiersuche eingeleitet wurden, ist eine Gleichbehandlung bei Großschadensereignissen eine zwingende Notwendigkeit.

An der Bausenhagener Straße in Stentrop soll ein Hähnchenmaststall für 29.900 Tiere mit vier Futtersilos und zwei Sammelgruben für Schmutzwasser gebaut werden. Viele Anwohner*innen des geplanten Neubaus lehnen diese geplante Baumaßnahme in Stentrop ab. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Rates der Stadt Fröndenberg hat das sogenannte „Gemeindliche Einvernehmen“ zum beantragten Neubau des Maststalles verweigert.

In einer Videokonferenz hat sich der Vorstand des SPD-Ortsvereins Frömern/Ostbüren/Palz gegen den geplanten Neubau der Hähnchenmastanlage an der Bausenhagener Straße ausgesprochen. Der Ortsvereinsvorsitzende Sebastian Kratzel, SPD-Ratsmitglied aus der Palz, stellt zunächst klar: „Der Entscheidungsspielraum der Stadt und der politisch Verantwortlichen im Baugenehmigungsverfahren ist nicht groß. Hier kann nur ein Signal gesetzt werden. Die Stadt Fröndenberg/Ruhr hat daher per politischem Beschluss das „Gemeindliche Einvernehmen“ verweigert.

„Die Verweigerung des ‚Gemeindlichen Einvernehmens‘ durch die Fröndenberger Politik ist ein Signal gegen den Neubau der konventionellen Hähnchenmastanlage.“

Sebastian Kratzel, Vorsitzender des SPD-OV Frömern/Ostbüren/Palz

Das verweigerte Gemeindliche Einvernehmen der Stadt kann aber ersetzt werden – durch die Behörde, die über den Bauantrag entscheidet. Das ist der Kreis Unna. Kratzel: „Es ist die freie Entscheidung eines Landwirtes, seinen Betrieb nach seinem Ermessen zu planen. Er trägt schließlich dafür das unternehmerische Risiko. Er muss aber damit rechnen, dass das Thema „Massentierhaltung“ auf den Tisch kommt. Auch die Standortfrage ruft viele Bürger*innen auf den Plan und natürlich eine politische Organisation wie den SPD-Ortsverein Frömern/Ostbüren/Palz, der sich für die Interessen der Pälzer*innen einsetzt.“

Für den SPD-Ortsverein ist klar: Die Interessengruppen müssen im Gespräch bleiben. Wenn unterschiedliche Perspektiven und Wünsche aufeinandertreffen, hilft es nicht, Maximalforderungen zu stellen und populistische Aussagen zu treffen. „Wir sind die Vertreter*innen aller Menschen in Fröndenberg. Das bedeutet auch, dass wir alle Meinungen anhören und gemeinsam versuchen, die bestmögliche Lösung zu finden“, erklärt der Vorsitzende.

Ein Argument gegen Massentierhaltung ist in den vergangenen Wochen oft gefallen: Sie sei nicht mehr zeitgemäß. Wer einen Blick auf die Konsumzahlen wirft, stellt schnell das Gegenteil fest. Belief sich der Pro-Kopf-Verzehr von Hähnchenfleisch 1996 auf 8,4 kg, waren es 2016 bereits 12,5 kg. Wir alle sind Verbraucher*innen und können dem Markt durch unser Einkaufsverhalten deutlich zeigen, welche Tierhaltung wir unterstützen.

Damit nicht genug; Kratzel weiter: „Der SPD-Ortsverein Frömern/Ostbüren/Palz ist gegen die konventionelle Massentierhaltung und stellt die Alternativlosigkeit eines anderen Standorts in Frage.“

Unsere Fragen:

  1. Wurde hier über ein Ökomasthähnchenbetrieb nachgedacht?
  2. Gibt es keinen alternativen Standort?
  3. Wie wird ein Verhärten der Fronten verhindert, sodass nicht nur noch über juristischem Weg miteinander kommuniziert wird?